Als Ehemaligenverein war es uns eine Freude, den Skikurs 2025 in einem wichtigen Punkt zu unterstützen: Wir haben die Skilehrgänge für die begleitenden Aufsichtspersonen mitfinanziert. Erst durch diese Schulungen wurde die Durchführung des Kurses überhaupt möglich – und wir sind stolz, unseren Teil dazu beigetragen zu haben.
Was unsere Schülerinnen und Schüler bei diesem besonderen Erlebnis erfahren und gelernt haben, schildern sie euch nun selbst im folgenden Beitrag:
Skiprojektkurs nach St. Jakob
Es gibt viele Wege, sich auf einen actionreichen Skitag vorzubereiten – eine 15-stündige Busfahrt gehört definitiv nicht dazu. Während unser Rücken bereits nach drei Stunden die Form eines Sitzpolsters angenommen hatte und wir uns fragten, ob wir je wieder aufrecht gehen würden, hielten einige ein Nickerchen, das so tief war, dass selbst eine Notbremsung sie nicht hätte wecken können. Doch all das war erst der Anfang.

Angekommen, begann das eigentliche Abenteuer: das Skifahren… Oder wie wir es nennen – der direkte Weg, den Tiroler Schnee zu küssen. Doch das gastfreundliche „Haus Moos“ ließ uns die Müdigkeit schnell vergessen, sodass wir den Samstag noch gut nutzen konnten. Nach einem schönen Spaziergang zur Skiausleihe waren wir gut ausgerüstet für unsere erste Herausforderung: Die Schweinebucht — ein kleiner Hügel, perfekt für Anfänger. Herr Hofwalter, Frau Hasebrock, Herr Thale, Herr Rühlmann, Ben Wester und Moritz Völker haben uns in Gruppen eingeteilt. Ab da ging das ganze Chaos los. Während Henry Julius von den Brettern jagte, machten im Gegensatz dazu andere schon große Fortschritte. Nachdem die Lehrer uns dann die Basics beigebracht hatten, haben wir zum Abschluss eines langen, anstrengenden Tages den Kuhstall kennengelernt. Traditionell wie jedes Jahr wurden anschließend nach jedem Abendessen die von den Lehrern mitgebrachten Kostüme an die Schüler ausgehändigt. Der Marienkäfer (für die hilfsbereiteste Person), der Tiger (für gute Fortschritte) und die Pistensau (die für sich spricht) standen zur Auswahl. Am nächsten Morgen sind wir gut gestärkt mit einem überfüllten Skibus zu unserem Skidepot gefahren. Da wir relativ fit waren, durften manche schon auf die erste Piste. Nach ein paar Startschwierigkeiten, wie zum Beispiel bei Henrik und Sophia, die den Ankerlift lahm gelegt haben, oder Marie, die ihre persönliche Höchstleistung im Bereich Geschwindigkeit sofort austesten wollte, kamen alle heile und gesund wieder beim Hotel an. Die nächsten Tage wurde fleißig weiter geübt, sodass das „Parallelfahren“ kein großes Problem mehr war.

Immer wieder bemerkten wir viele Kinder mit gelben Helmen, die uns und die Lehrer auf Trapp hielten. So kam es, dass Herr Hofwalter in seiner Gruppe die „Gelbhelmchallenge“ einführte, bei der man Punkte sammelte, wenn man beispielsweise hinfiel, die Skier verlor, usw… Doch zum Glück wurden wir von Johanna erlöst, die sich an den „Gelbhelmen“ rächte, und stilvoll in mehrere von ihnen reinfuhr. Am Dienstagabend wurden wir vom Ehemaligen-Verein überrascht, da wir im Vier- Sterne-Hotel Alpenhof den Abend ausklingen lassen durften. Dort zeigten wir, was wir drauf hatten und sorgten mit Liedern und passenden Tänzen (Bobfahrerlied, Auffe aufn Berg) für eine gute Partystimmung. Mittwoch wurde der Skitag wie immer mit einem kreativen, lustigen Aufwärmen gestartet, um uns gut vorzubereiten. Durch die geduldige und hilfsbereite Art der Lehrer und Betreuer (auch Lisa und Hauke), kamen wir den Profifahrern immer näher. Am Donnerstag fuhren wir schon sehr sicher, sodass fast alle mit Gondel und Lift nach oben die längeren und anspruchsvolleren Pisten herunterfahren konnten. Als wir abends das letzte Mal in den Kuhstall durften, kam Hauke mit einem breiten Grinsen herein, um uns zu verkünden: „Herr Hofwalter hat sich richtig auf die Fresse gelegt“. Also stand die Pistensau für den nächsten Tag fest. Als Anerkennung für eine weitere erfolgreiche Skifahrt hat sich Herr Rühlmann das Marienkäferkostüm verdient. Das Tigerkostüm ging an dem Abend an die einzige weibliche Lehrerin: Frau Hasebrock.

Für einen tollen Abschluss bereiteten die Lehrer am Freitag eine lustige Pistenrallye vor. Dabei entstanden viele kreative Fotos und Gedichte und auch fast alle rohen Eier schafften es zu den Lehrern zurück. Bis auf das Ei von einer Gruppe, da Jakob es aus dem Lift geworfen hatte. Abends übernahm Hauke noch die Skitaufe, um die Anfänger offiziell als richtige Skifahrer einzuweihen. Insgesamt war der Skiprojektkurs vom 10.01.-18.01.2025 eine tolle Fahrt mit schönen Erinnerungen und Erfahrungen. Wir können es den nächsten Jahrgängen nur empfehlen, die Chance zu nutzen und die Pisten unsicher zu machen. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle auch noch einmal an den Ehemaligen-Verein und den Förderverein des Hümmling-Gymnasiums, die unsere Fahrt ebenfalls unterstützt haben.
Geschrieben von Marie Markus, Lisa Tholen und Antonia Schute